Ahnen & Friedensforschung
In den Archiven der Geschichte, dort wo die Spuren vergangener Epochen zumeist von Siegern dokumentiert sind, wird das Erbe europäischer Zivilisationen als ein hochkomplexes und doch schmerzhaftes Bild dargestellt. Die Geschichte der Völker, Kulturen und Stammesgemeinschaften war angeblich nie von Harmonie und Einklang geprägt. Die alte, zentrierte Geschichtsschreibung stellt tiefe Gräben, territoriale Kämpfe, unvereinbare Weltanschauungen und folgenschwere Konflikte dar, die sich über Jahrhunderte hinweg zwischen verschiedenen Gruppen und Generationen aufgebaut haben sollen.
Europäischer Ursprung
Lange Zeit nur durch die Brille ihrer Feinde – der Römer und Griechen – betrachtet, zeichnet sich durch den heutigen Wissensstand ein differenziertes Bild einer hochentwickelten Kulturgesellschaft ab, die Europa über Jahrhunderte prägte. Die Kelten und Germanen entstanden dabei nicht im luftleeren Raum. Sie entwickelten sich fliessend aus den älteren, tief verwurzelten Kulturen der Stein- und Bronzezeit – wie den Menschen der Hügelgräber- und Urnenfelderkultur. Aus diesem uralten Erbe formierten sie sich im Laufe der Jahrhunderte zu den grossen, prägenden Stammesnetzwerken Mitteleuropas.