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Akademie für Friedens- und Konfliktforschung

Ahnen & Friedensforschung

In den Archiven der Geschichte, dort wo die Spuren vergangener Epochen zumeist von Siegern dokumentiert sind, wird das Erbe europäischer Zivilisationen als ein hochkomplexes und doch schmerzhaftes Bild dargestellt. Die Geschichte der Völker, Kulturen und Stammesgemeinschaften war angeblich nie von Harmonie und Einklang geprägt. Die alte, zentrierte Geschichtsschreibung stellt tiefe Gräben, territoriale Kämpfe, unvereinbare Weltanschauungen und folgenschwere Konflikte dar, die sich über Jahrhunderte hinweg zwischen verschiedenen Gruppen und Generationen aufgebaut haben sollen.

Genau aus diesem Grund haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, uns intensiv mit diesen historischen Verflechtungen auseinanderzusetzen und die tieferen Hintergründe dieser Konflikte systematisch aufzudecken. Nur wenn wir die Wurzeln der dokumentierten vergangenen Abgrenzungen und Beurteilungen vollständig verstehen, können wir die Gegenwart richtig einordnen. Unser Ziel ist es, durch unser Engagement ein stabiles Fundament zu schaffen, die Geschichte umfänglich zu erforschen und darzustellen, um in der Zukunft wieder eine dauerhafte Balance, gegenseitiges Verständnis und ein Gleichgewicht zwischen allen Nationen und Kulturen herstellen zu können.
Tief im Boden unseres Kontinents verwurzelt, hat sich dieses uralte Erbe des Friedens das Fundament der europäischen Seele geformt. Diese Urkraft bildet die Quelle unserer Erinnerung, die alte Weisheit zu einem neuen Pfad zu weben: einen heiligen Hain für Suchende zu hüten, der Rückbesinnung schenkt, damit der Bund zur Natur erwacht und wir gemeinsam die Stärke finden, das Schicksal selbst wieder zu formen.

Europäischer Ursprung

Lange Zeit nur durch die Brille ihrer Feinde – der Römer und Griechen – betrachtet, zeichnet sich durch den heutigen Wissensstand ein differenziertes Bild einer hochentwickelten Kulturgesellschaft ab, die Europa über Jahrhunderte prägte. Die Kelten und Germanen entstanden dabei nicht im luftleeren Raum. Sie entwickelten sich fliessend aus den älteren, tief verwurzelten Kulturen der Stein- und Bronzezeit – wie den Menschen der Hügelgräber- und Urnenfelderkultur. Aus diesem uralten Erbe formierten sie sich im Laufe der Jahrhunderte zu den grossen, prägenden Stammesnetzwerken Mitteleuropas.